Für drei Franken gibt es in der Gassenküche St.Gallen ein warmes Mittagessen. Doch für viele Gäste ist sie weit mehr als das: eine warme Stube, in der die Einsamkeit etwas weniger schwer wiegt und man sich gesehen fühlt. Gerade in der kalten Jahreszeit wird dieser Zufluchtsort immer wichtiger.
2026 wurde die Gassenküche mit dem Prix benevol ausgezeichnet. Rosalie Manser spricht mit Regine Rust, Geschäftsleiterin der Stiftung Suchthilfe St.Gallen, über einen Alltag, in dem kein Tag wie der andere ist, und über Menschen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen in schwierige Lebenssituationen geraten sind. Auch die Frage nach der eigenen Schuld kommt zur Sprache.
Und natürlich geht es um die Freiwilligen, die Kuchen backen, Socken stricken oder Fussballturniere organisieren. Viele sind überrascht, wie offen und dankbar ihnen die Gäste begegnen. Oft bewirkt schon ein offenes Ohr mehr als ein vereinbarter Beratungstermin.
Was es für dieses Engagement braucht? Vor allem Wohlwollen und keine Berührungsängste. Und wer gut im Töggele ist, hat definitiv einen Vorteil.